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Klinische Proteomik

Die klinische Proteomik zielt darauf ab, neue Biomarker in Körperflüssigkeiten, Zellen und Geweben zu identifizieren, charakterisieren und in klinischen Studien zu validieren. Validierte Biomarker eigenen sich als Surrogate für die Diagnostik, zur Patientenstratifizierung für eine individualisierte Therapie, zum Therapie-Monitoring und für die Prädiktion. Durch die Verbesserung der massenspektrometrischen Techniken, die Entwicklung neuer Affinity-Binder-Proteinarrays und die Entwicklung der Separation von Zellen auf mechanisierten Plattformen erreichen Hochdurchsatzmethoden ein Niveau, das ihren Einsatz in der klinischen Routinediagnostik in greifbare Nähe bringt.
Da die unterschiedlichen Körperflüssigkeiten und Blutzellen in direktem Kontakt zu den meisten Organen stehen, beinhaltet das Proteom der Körperflüssigkeiten und Zellen Informationen über Proteomveränderungen fast aller Organe und ist somit eine wichtige Quelle für klinische Informationen („actionable health informations"). Zusätzlich liefert das Proteom der unterschiedlichen Blutzellen über die Multiparameter-Durchflusszytometrie wesentliche Informationen zu immunologischen und zellspezifischen pathologischen Prozessen.
Wesentlich für die Anwendung der Hochdurchsatzmethodik in der klinischen Forschung und der klinischen Routine ist die Standardisierung und Qualitätskontrolle aller Prozessabläufe. Die präanalytische Phase inklusive der Patientenvorbereitung, die Analytik und die computergestützte Datenauswertung müssen standardisiert werden, um die Voraussetzung für vergleichbare Ergebnisse als Grundlage für die klinische Diagnostik zu schaffen.
Die Ziele des AK „Klinische Proteomik" liegen in der Etablierung der Proteomanalyse von Körperflüssigkeiten, Blut- und Organzellen für die klinische Routinediagnostik. Dieses beinhaltet sowohl die Identifikation und Charakterisierung neuer proteomischer Biomarker bzw. Biomarkerprofile als auch die Standardisierung der Materialsammlung (Biobanken), Aufarbeitung und Datenverarbeitung.

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